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Schlagwort: alkohol

Risikoarmer Drogenkonsum ist möglich: Ohne Stigma, Angst und Polizei

Der Redebeitrag von Philine Edbauer zur Berliner Tanzdemo „Wem gehört die Stadt?“ 2021 (für den Erhalt von vielfältiger Clubkultur, gegen Immobilienspekulation)

Was haben etwa 80 Prozent der Deutschen mit Fluchtfliegen gemeinsam? Sie haben im letzten Monat mindestens einmal Alkohol getrunken.

Der Mechanismus, dass Alkohol auf das Belohnungssystem wirkt, wird bei den Fluchtfliegen-​Männchen vermindert, wenn sie Sex mit einem Weibchen haben und dabei kommen. Je länger die Männchen keinen Sex haben, desto mehr berauschen sie sich, und: desto geringer wird ihr Interesse an Weibchen. Ein Nein wird akzeptiert und Bedürfnisse anders befriedigt. Möge es dem Patriarchat eine Inspiration sein.

Welche Informationen gibt uns die Bundesregierung zum Alkoholkonsum? Auf der Kampagnen-​Seite von Kenn dein Limit wird risikoarmer Alkoholkonsum für gesunde Erwachsene definiert als: Nicht mehr als 1–2 Standardgläser am Tag. Ein Standardglas ist ein kleines Bier, ein Glas Wein oder Sekt oder ein Schnaps. Und, ich zitiere: „Verzichten Sie an mindestens zwei Tagen pro Woche ganz auf Alkohol, damit das Trinken nicht zur Gewohnheit wird.“

Interview mit Patrick über sein Leben ohne Alkoholräusche

Philine besuchte Patrick Schönfeld in Dresden und sprach mit ihm über seine Erfahrungen, als Einziger in Gruppen nicht mitzutrinken. Als Der Artgenosse zerlegt er in seinem YouTube-​Channel und in seinen Comics auf Facebook Pseudoargumente gegen Veganismus. Patrick arbeitet als Medien- und Kommunikationsdesigner und ist Mitglied der Giordano-Bruno-Stiftung.

Lesezeit: 8 Minuten

Interview mit Sebastian über Psychosen und Leistungsdruck

Sebastian* ist 28 und studiert in Berlin. Seit er 20 war, lies er sich wiederkehrend durch medikamentöse Therapien behandeln. Für 3 Monate hielt er sich in einer Klinik auf und lebte danach in einer therapeutischen WG. Es wurde eine sogenannte drogeninduzierte Psychose** diagnostiziert, die durch langjährigen und intensiven Cannabis- und Alkohol-​Konsum in seiner Jugend – in Verbindung mit Leistungsdruck und Ängsten – ausgelöst worden sei.

Interview mit Xaver über MDMA, 2 C‑B und Bigotterie

Xaver*, 28, vereint alle biographischen und äußerlichen Merkmale, um in unserer Gesellschaft bevorteilt zu werden. Der Substanzkonsum gehört zu seinem Leben, aber man sieht es ihm nicht an. Wenige Jahre nach seinem Studium hat er nun eine gute Position in einem bekannten Internet-​Unternehmen, legt darauf aber keinen Wert.

Lesezeit: 9 Minuten