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Ethan Nadelmann:

Die Hürden für eine Reform liegen nicht nur da draußen in der Macht des industriellen Gefängniskomplexes oder anderer Interessengruppen, die die Dinge so lassen wollen, wie sie sind, sondern in jedem Einzelnen von uns. Es sind unsere Ängste und unser Mangel an Wissen und Vorstellungskraft, die einer echten Reform im Wege stehen. Und letzten Endes, denke ich, läuft es auf die Kinder hinaus, auf den Wunsch aller Eltern, unser Baby in eine Blase zu stecken, und die Angst, dass Drogen diese Blase irgendwie durchdringen und unsere Kleinen in Gefahr bringen könnten. In der Tat scheint es manchmal so, als ob der gesamte Krieg gegen die Drogen als eine große Kinderschutzmaßnahme gerechtfertigt wird, von der Ihnen jeder junge Mensch aber sagen kann, dass es keine ist.