Zum Inhalt springen

Human Rights Watch:

Seit Jahrzehnten kriminalisieren Regierungen den Konsum von Drogen sowie deren Besitz, Produktion und Vertrieb. Sie stecken Milliarden von Dollar in die Verfolgung, Tötung, strafrechtliche Verfolgung, Auslieferung und Inhaftierung von Drogenbossen, Dealern und Menschen, die Drogen konsumieren. Doch wie HRW wiederholt dokumentiert hat, bringt dieser Ansatz in der Drogenpolitik verheerende Folgen für die Menschenrechte: Er untergräbt das Recht auf Gesundheit und Privatsphäre, dient als Vorwand für unverhältnismäßige Bestrafung, Folter und außergerichtliche Tötungen, und gibt organisierten, kriminellen Gruppen Auftrieb, die Gewalttaten begehen, Behörden korrumpieren und die Rechtsstaatlichkeit untergraben. HRW fordert die Regierungen auf, jeglichen persönlichen Gebrauch und Besitz von Drogen zu entkriminalisieren. Wir fordern die Regierungen außerdem auf, eine alternative Politik in Bezug auf den Drogenhandel zu verfolgen, um die enormen Menschenrechtskosten der derzeitigen Ansätze zu reduzieren, unter anderem durch eine Reduzierung der Anwendung des Strafrechts zur Regulierung der Drogenproduktion und des Drogenhandels. Und wir fordern eine Reform der globalen Abkommen und politischen Strategien, die die Erforschung dieser Alternativen blockieren.