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Archive: SP Testimonials

Michel Foucault:

What would you do if you were caught at the Paris airport with marijuana in your luggage?“ David inquired. „I would make a statement to the people of France telling them that marijuana, hashish, and similar drugs should be decriminalized,“ Foucault answered. „I would point out the absurdity of imprisioning boys who are caught with two grams of marijuana while the culture promotes alcohol“. 

Helen Clark:

Es gibt einen zunehmenden Konsens: Der „Krieg gegen die Drogen“ ist gescheitert. Die weltweite Prohibition hat nicht nur versagt, den wachsenden Konsum einzudämmen, sie hat auch zu riskanterem Konsum, gefährlicheren Produkten und verheerenderen Gesundheitsschäden geführt. Weit davon entfernt, eine „drogenfreie Welt“ zu erreichen, hat die Prohibition stattdessen einen riesigen illegalen Markt hervorgebracht, der voller Gewalt, Korruption und Gefahren ist.

123 deutsche Strafrechts-Professor*innen:

Sowohl aus strafrechtswissenschaftlicher Sicht als auch aufgrund empirischer Forschungsergebnisse besteht die dringende Notwendigkeit, die Geeignetheit, Erforderlichkeit und normative Angemessenheit des Betäubungsmittelstrafrechts zu überprüfen und gegebenenfalls Vorschläge zu Gesetzesänderungen aus solcher Evaluation abzuleiten.

Amnesty International:

Zukünftige drogenpolitische Strategien sollten sich daher an den Menschenrechten und der öffentlichen Gesundheit orientieren und sich nicht auf Maßnahmen der Strafverfolgung stützen, die den Konsum und die Verfügbarkeit von Drogen zu verhindern versuchen.

Human Rights Watch:

Seit Jahrzehnten kriminalisieren Regierungen den Konsum von Drogen sowie deren Besitz, Produktion und Vertrieb. Sie stecken Milliarden von Dollar in die Verfolgung, Tötung, strafrechtliche Verfolgung, Auslieferung und Inhaftierung von Drogenbossen, Dealern und Menschen, die Drogen konsumieren. Doch wie HRW wiederholt dokumentiert hat, bringt dieser Ansatz in der Drogenpolitik verheerende Folgen für die Menschenrechte: Er untergräbt das Recht auf Gesundheit und Privatsphäre, dient als Vorwand für unverhältnismäßige Bestrafung, Folter und außergerichtliche Tötungen, und gibt organisierten, kriminellen Gruppen Auftrieb, die Gewalttaten begehen, Behörden korrumpieren und die Rechtsstaatlichkeit untergraben. HRW fordert die Regierungen auf, jeglichen persönlichen Gebrauch und Besitz von Drogen zu entkriminalisieren. Wir fordern die Regierungen außerdem auf, eine alternative Politik in Bezug auf den Drogenhandel zu verfolgen, um die enormen Menschenrechtskosten der derzeitigen Ansätze zu reduzieren, unter anderem durch eine Reduzierung der Anwendung des Strafrechts zur Regulierung der Drogenproduktion und des Drogenhandels. Und wir fordern eine Reform der globalen Abkommen und politischen Strategien, die die Erforschung dieser Alternativen blockieren.

Ethan Nadelmann:

Die Hürden für eine Reform liegen nicht nur da draußen in der Macht des industriellen Gefängniskomplexes oder anderer Interessengruppen, die die Dinge so lassen wollen, wie sie sind, sondern in jedem Einzelnen von uns. Es sind unsere Ängste und unser Mangel an Wissen und Vorstellungskraft, die einer echten Reform im Wege stehen. Und letzten Endes, denke ich, läuft es auf die Kinder hinaus, auf den Wunsch aller Eltern, unser Baby in eine Blase zu stecken, und die Angst, dass Drogen diese Blase irgendwie durchdringen und unsere Kleinen in Gefahr bringen könnten. In der Tat scheint es manchmal so, als ob der gesamte Krieg gegen die Drogen als eine große Kinderschutzmaßnahme gerechtfertigt wird, von der Ihnen jeder junge Mensch aber sagen kann, dass es keine ist.

Schildower Kreis:

Die Repression setzt deren Initiatoren unter Erfolgsdruck und ufert immer mehr aus – sowohl global im Umfang als auch in seiner Härte und Brutalität. Die Repression trägt die Tendenz einer stetigen Verschärfung in sich. Strafbestimmungen werden kontinuierlich ausgeweitet, immer neue Stoffe und Pflanzen unter Verbot gestellt. Der Misserfolg der eigenen Drogenpolitik führt zwanghaft dazu, genau diese Politik weiter auf die Spitze zu treiben.

Kofi Annan:

Drogen haben sicherlich viele Leben zerstört, aber falsche politische Strategien haben weitaus mehr zerstört. Wir alle wollen unsere Familien vor den möglichen Schaden durch Drogen schützen. Aber wenn unsere Kinder ein Drogenproblem entwickeln, wollen wir doch gewiss, dass sie als hilfsbedürftige Patienten betreut und nicht als Kriminelle gebrandmarkt werden.