On the road mit Huckleberlin: Neulich in Polen, oder die Frage nach dem Motiv
Seit meinen ersten Erfahrungen mit der Justiz, der Philosophie, ja dem Leben selbst, wurde mir immer beigebracht, dass die Beweggründe für eine (Straf-)Tat mindestens genauso wichtig für deren Beurteilung sind, wie die Tat selbst.
Daher frage ich mich ernsthaft nach meinem Motiv, eine illegale Substanz von meinem Aufenthalt in Polen zurück
nach Berlin zu bringen. Ein akuter Fall von Altersschwachsinn? Gut möglich…
Es kam, was kommen musste, der zuverlässige deutsche Schäferhund schlug an meiner Gitarrentasche an, in der ich die besagten 5,06g (brutto) transportierte. Lustigerweise war darin die Gitarre mit dem Slogan der My brain my choice-Kampagne!
Nachdem ich einem interessierten Beamten den Sinn dieser Aktion erklärt und seine Kolleg*innen derweil noch ein verdächtiges weißes Pulver (Natron) und einige verdächtige weiße Pillen (Magentabletten) chemisch analysiert hatten, durfte ich mit einer Anzeige wegen angeblichen Bannbruchs weiterreisen.
Soweit alles dokumentiert, geklärt und an die entsprechenden Stellen weitergeleitet (Zitat des Polizisten).
Für mich bleibt jedoch weiterhin die Frage, welchen Grund es geben sollte, eine Substanz von einem Land in dem
diese illegal ist (Polen), in ein Land zu bringen, in dem sie quasi legal ist? Vielleicht sollte ich mir ja, sollten wir uns, ernsthaft Gedanken um unsere geistige Gesundheit machen?
To be continued…

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