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Initiative für die Entkriminalisierung von Drogengebraucher:innen und das Ende des Drogenkriegs

Die #mybrainmychoice Initiative fördert Gespräche über Themen rund um Konsum, Herstellung und Handel aller psychoaktiven Substanzen. Mit unseren Blog-​Beiträgen, Workshops, Aktionen, lokalen und internationalen Kooperationen regen wir die öffentliche Diskussion um die Gestaltung einer wünschenswerten Drogenpolitik an, die Konsumierende schützt statt schädigt. Dabei geht es nicht nur um Gesetze, sondern auch darum, der Ausgrenzung von Jugendlichen und Erwachsenen, die als süchtig, nutzlos oder verloren abgewertet werden, entgegenzuwirken.

Gesundheits- und Freiheitsrechte für Drogen-Konsument:innen Infolge der Strafbarkeit und Stigmatisierung findet der Drogenkonsum im Verborgenen und unter den intransparenten und ungeschützten Bedingungen des illegalen Marktes statt. Die Konsumierenden werden beim Konsum und bei der Beschaffung Risiken und Schäden ausgesetzt, die durch die Verbotspolitik erst geschaffen werden. Safer Use Praktiken und Utensilien gibt es dank zivilgesellschaftlicher Initiativen, sind aber durch fehlende öffentliche Aufklärung zu wenigen bekannt. Wer der prohibitiven Drogenpolitik oder Drogenirrtümern außerhalb des konsumierenden Freundeskreises widerspricht, muss mit negativen Konsequenzen in der Familie oder im Job rechnen. Die gesellschaftliche Norm, nicht über Drogen zu sprechen, erzeugt eine demokratische Schieflage, während es der Strafverfolgung schlicht an Legitimation fehlt.

Herstellung und Handel fair regulieren Der Konsum diverser Drogen gehört seit jeher zur Menschheit dazu, wohingegen die derzeitige global verbreitete Prohibition bestimmter Substanzen historisch jung ist. Menschen nehmen Drogen, daran lässt sich nichts ändern. Konsequenterweise braucht es einen legalen Drogenhandel ohne Gewalt und Leid.

Drug Checking, Safe Supply, Legale Regulierung Damit die Konsumierenden sicher wissen, was sie erwerben und in welcher Dosis, müssen die psychotropen Substanzen verlässlichen Qualitätskontrollen unterliegen und mit entsprechender Kennzeichnung erhältlich sein. So können ungewollter Konsum gefährlicher Beimischungen und Überdosierungen vermieden werden. Safe Supply-Modelle mit all den gängigen illegalen Drogen richten sich speziell an abhängige und vulnerable Personen. Eine legale Regulierung, die alle Konsumierenden schützt und den illegalen Markt nachhaltig ablöst, kann darüber hinaus über staatlich lizenzierte Fachgeschäfte mit speziell geschultem Personal, Eigenanbau und ‑herstellung sowie Social Clubs (Genossenschaftsmodelle) realisiert werden. Solange die Nachfrage noch nicht über ein legales Angebot gedeckt wird, kann die Zulassung und Förderung von Drug Checking Risiken und Schäden reduzieren.

#NeueDrogenpolitik Dem Versagen der deutschen Drogenpolitik muss endlich mit der Anerkennung wissenschaftlicher Erkenntnisse und der sozialen Realität begegnet werden. Tod und Leid durch Drogenkonsum sind mit einer richtigen Drogenpolitik vermeidbar. Wir erwarten von den Verantwortlichen der Bundesregierung den Einsatz für eine Drogengesetzgebung, die dem wissenschaftlichen Stand entspricht und die Schäden der Prohibition korrigiert. Dies kann durch die Beauftragung einer transdisziplinären und unabhängigen Kommission gelingen. Dieser Vorschlag wurde 2020 von der Bundesdrogenbeauftragten abgelehnt, nachdem wir ihn über eine Petition – zusammen mit einem breiten Netzwerk an Expert:innen und über 24.000 Unterzeichner:innen – eingebracht hatten.


Über uns

#mybrainmychoice wurde 2017 von Philine Edbauer und Julia Meisner als ehrenamtliche, unabhängige und private Initiative ins Leben gerufen und wird seitdem von einem wachsenden Netzwerk an Mitstreiter:innen unterstützt. 

2017–2019 wurden Veranstaltungen organisiert, Workshops gegeben und die Website mit den ersten Blog-Beiträgen aufgebaut.

2020 hat die #mybrainmychoice Initiative in Kooperation mit einem progressiven Netzwerk 24.273 Unterschriften gegen die Politik der Strafverfolgung an die Drogenbeauftragte überreicht.

2021 entstehen weitere Blog-​Artikel, um vertiefende Debatten über eine wünschenswerte Drogenpolitik und die Beendigung der Strafverfolgung anzuregen. 


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