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Foto Credits: Lorena Meier

Philine Edbauer

Gründerin und Koordinatorin der #MyBrainMyChoice Initiative

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Bio

Philine Edbauer setzt sich seit 2015 für einen umfassenden Paradigmenwechsel in der Drogenpolitik hin zur Entkriminalisierung und legalen Regulierung – gemessen an den Bedürfnissen von Personen, die Drogen nehmen und in kleinen Mengen weitergeben oder verkaufen – ein und koordiniert seit 2017 als Co-​Gründerin die #mybrainmychoice Initiative. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung und Politisierung von Betroffenen der Kriminalisierung und Stigmatisierung sowie der Vermittlung von Wissen über die verschiedenen internationalen und deutschlandspezifischen Folgen der staatlichen Drogenkontrolle. Philine Edbauer hat einen M.A. im interdisziplinären Forschungsbereich der Regionalwissenschaften und ist Mitglied des Expert*innen-Netzwerks Schildower Kreis.

Referenzen

  • M.A. Moderne Süd- und Südostasienstudien/​Area Studies (Abschlussarbeit über Drogenpolitik, „Drogenkrieg“, Disposability in den Philippinen und die globalen Zusammenhänge sowie Gegenstrategien)
  • B.A. International Management (Abschlussarbeit über Organisationsstrukturen und Wissensmanagement)
  • Ausbildungen: Buchhändlerin, Beratungsausbildung für Studierende (Organisation & Prozesse)
  • Participant in the idpc-​Workshop „Communication and Movement Building“
  • MOOCs: Decriminalisation eCourse Modules 1–5 (idpc); Understanding Anxiety, Depression and CBT (Charlie Waller Institute); Drug Use and Harm Reduction (LSHTM, INPUD, MdM); Schizophrenia (Wesleyan University) u.a.

Mitgliedschaften

  • Schildower Kreis
  • JES Bundesverband
  • Akzept e. V.
  • Students for Sensible Drug Policy (SSDP) Berlin
  • Hanfverband
  • ENCOD

Partnerschaften

  • Associated Partner of the Governing the Narcotic City (EU-​HERA) Research Project
  • Advisory Board Member: Drugs (Counter) Mapping Project

2022

magazin​.hiv: „Suchtkranke Menschen dürfen nicht noch zusätzlich bestraft werden“, 3.11.22

ZDFheute Livestream: „Wie legal wird Kiffen?“ Diskussion des Eckpunktepapiers, 26.10.22

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14. Hückelhovener Suchtforum zum Thema „Geplante Legalisierung von Cannabis – Was kommt denn da auf uns zu?“ des Caritasverband für die Region Heinsberg e.V. in Kooperation mit dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Jülich, Vortrag & Podiumsdiskussion, 28.9.22

Hanfparade: Redebeitrag „Wiedergutmachung, Cannabismarkt, THC-​Obergrenzen, Altersgrenzen“, 13.8.22

Freiheit ohne Druck Podcast: „Entkriminalisierung von Personen, die illegale Drogen nehmen“, zusammen mit Elli Schwarz über unsere Entkriminalisierungs-​Kampagne, 18.7.22

Positive Begegnungen (PoBe) Konferenz der Deutschen Aidshilfe Podiumsgespräch & Open Space über Drogen & Sex/​Liebe/​Beziehungen (Deutsch & Englisch), 7./8.7.22

Nachtschatten Podcast: Special zum Weltdrogentag mit Philine Edbauer und Elli Schwarz, 26.6.22

Drogenkultur Ausstellung & Workshops der Psychedelic Society Leipzig: Workshop „Gegen das Stigma: Über Drogen und Sucht sprechen“ und Podiumsdiskussion, 18./19.6.22

Workshops „How to: Entkriminalisierung“ und „Gegen das Stigma: Über Drogen und Sucht sprechen“ jeweils theoretischer Input und Entwicklung praktischer Strategien beim Pfingstcamp der Linksjugend Sachsen, 4./5.6.22

Jungle World #17/​2022: „Exekution trotz Protest“ Zeitungsbericht über die wiederaufgenommen Todesstrafe in Singapur zusammen mit Leona Pröpper, 05.05.2022

Lunch Talk mit Dr. Dirk Kratz und Marc Hasselbach vom „Freiheit ohne Druck“-Podcast im Rahmen des Digital Festivals vom Paritätischen Gesamtverband zum Thema: Sucht & Stigma, 06.05.2022

SWR1 Erzähl mir was Neues Video-​Podcast: Alle Drogen legalisieren? Darum setzt sich Philine Edbauer dafür ein, 18.3.22

2021

junge Welt: »Damit das Realität wird, müssen wir weiter aufklären« 2.12.2021

junge Welt: »Sie sind weder willenlos noch dumm« 20.7.2021

DLF Kultur: Drogenpolitik in Deutschland – Zeit für einen Strategiewechsel? 20.4.2021

taz Talk: Entkriminalisierung und Legalisierung als alternative Drogenpolitik mit Philine Edbauer und Rüdiger Schmolke, 1.4.2021

Alex TV: 5 Fragen, 19.3.2021

Alex TV: Rein Hypothetisch, 19.3.2021

junge Welt: „Wo Menschen sind, gibt es Drogen“ 8.2.2021

2020

13 Fragen“ vom ZDF: Führt die Legalisierung von Rauschmitteln zur Verherrlichung von Drogen? 24.11.2020

Der Achte Tag – Deutschland neu denken Podcast: #76 – Philine Edbauer: „Deutschland braucht eine neue Drogenpolitik“ 30.10.2020

Alternativer Drogen und Suchtbericht 2020: Es ist Zeit für eine grundlegend neue Drogenpolitik! von Philine Edbauer & Julia Meisner


Idiopathische Hypersomnie und Fibromyalgie

Ich möchte auf zwei chronische Krankheiten – oder besser: das Nervensystem betreffene Syndrome – aufmerksam machen, mit denen ich selbst lebe und mich arrangieren muss. Sie sind auf die Lebensjahre gesehen nicht lebensverkürzend, ABER sie schränken die wache (Idiopathische Hypersomnie) bzw. nicht schmerzbelastete (Fibromyalgie) Zeit je nach Ausprägung Tag für Tag ein UND wirken unter Umständen sekundär lebensverkürzend, wenn dies infolge mangelnder/​mangelhafter medizinischer Behandlung und Vernachlässigung im sozialen Umfeld mit Depressionen und Einsamkeit einhergeht. 

Diese Syndrome sind nicht heilbar, aber behandelbar: Durch verschiedene Arten von medikamentösen und nichtmedikamentösen kann die Lebensqualität extrem gesteigert werden. Es ist wichtig, dass Betroffene dies wissen! 

Die Realität ist leider, dass wir stattdessen damit konfrontiert sind, für faul und nicht arbeitswillig gehalten zu werden; man solle mehr rausgehen, Sport machen, es sei nur eine Kopfsache, man wolle sich von der Kasse eine Drogenabhängigkeit bezahlen lassen 🤯, usw. Für Angehörige und Ärzt*innen mögen Idiopathische Hypersomnie und Fibromyalgie unsichtbar und schwer nachvollziehbar sein, aber für die Betroffen sind sie absolut eindeutig (und ebenso auch ME/​CFS, Long Covid und Fatigue bzw. CFS Chronic Fatigue Syndrom – eine andere Art Müdigkeit und Erschöpfung, die ich in Verbindung mit meiner schlimmsten Phase der Fibromyalgie erlebt habe und mich ein halbes Jahr fast komplett gelähmt hat). Wie wäre es, wenn wir es als Gesellschaft mal andersrum probieren und grundsätzlich davon ausgehen, dass Personen, die über Probleme sprechen, sich mitteilen und auf der Suche nach kompetenter Hilfe sind, statt ihnen zu unterstellen, dass sie lügen? Mit Zuhören und dem nötigen Wissen werden die Symptome auch für Außenstehende deutlich erkennbar. 

Fakt ist: Ohne die entsprechende kompetente allgemeinmedizinische und therapeutische Unterstützung, die ich dann schließlich finden und erhalten konnte, und die nötige private Rückendeckung, hätte ich weder einen Masterabschluss noch Kraft für die #MyBrainMyChoice Initiative. Daher möchte ich um ein paar Minuten Aufmerksamkeit für folgende Personen und Initiativen bitten, die sich für sich für wissenschaftliche Studien, weitere Zulassungen von Medikamenten und Aufklärung von Betroffenen und Angehörgigen einsetzen:

Idiopathische Hypersomnie (ICD-​10 F51.1) wird von Meghan Mallare in diesem Video (in Zusammenarbeit mit der Hypersomnia Foundation) haargenau erklärt:

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Ergänzend hierzu empfehle ich diese Seite: „Describing Idiopathic Hypersomnia in a Nutshell“. Beides ist englischsprachig, aber beim Text kann das Übersetzungsprogramm Deepl​.com bei Bedarf helfen. Beim Video lassen sich englischsprachige Untertitel einstellen.

Zu Fibromyalgie (ICD-​10 M79.7) ist die Deutsche Fibromyalgievereinigung eine gute Quelle für Informationen, bspw. hier: Definition Fibromyalgiesyndrom (FMS)

Danke 🙂