Zum Inhalt springen

Michael Kleim, warum braucht es eine grundlegend neue Drogenpolitik?

Prohibition ist ein politischer Irrweg und eine mörderische Ideologie. Prohibition destabilisiert demokratische Gesellschaften, stabilisiert Korruption, Diktatur und kriminelle Strukturen. Prohibition ist eine der Hauptquellen für systematische Menschenrechtsverletzungen.

Einerseits eskaliert der Drogenkrieg. Andererseits könnte der medizinische und psychotherapeutische Einsatz illegalisierter Stoffe, die Entkriminalisierung von Drogengebraucher und eine lebensnahe, rechtlich abgesicherte Drogenhilfe, die sachliche Aufklärung über schadensminimierenden Gebrauch, geschützte Konsumräume und Drug Checking mit einschließt, viel Leid lindern und Leben retten.

Auf der Gründungsversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 1948 in Amsterdam wurde zu Recht festgestellt: „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.“ Das gilt noch immer…auch Drogenkrieg soll nach Gottes willen nicht sein.“

– Evangelischer Theologe und Mitglied des Schildower Kreises
– Erstunterzeichner der Petition für eine grundlegend neue Drogenpolitik