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Bild: Evie S. via Unsplash

Gestrandet

Ein Gedicht von Beate Stör

Gestrandet, gelandet
sind sie in der Gosse.
Das ist bitterer Ernst und sicher keine Posse.
Die Spirale abwärts dreht sich immer schneller.
Leer sind der Kopf und häufig auch der Teller.
Mit Fingern wird auf sie gezeigt
und nur ganz selten einer neigt
sich runter um mal nachzufragen.
Der Mensch wird unsichtbar in solchen üblen Tagen.

Starr wird ein „Lockdown“ praktiziert.
Total vom Umfeld isoliert
Betrifft´s die Alten und die Schwachen,
sie können nicht darüber lachen.
Und außerdem gibt´s da noch eben
Menschen die am Rande leben.
Schmarotzer, Junkies, Säufer und Penner
Jeder Begriff bringt es doch auf den Nenner.
Was kümmert´s uns – wir schauen lieber weg,
denn die da, sind doch der allerletzte Dreck.
Am besten ist´s sie einfach zu vergessen,
Zeit und Geld ist eh so knapp bemessen.
Weshalb vergeuden an dieses Klientel
am Ende guckt noch einer scheel,
weil man sich für solche engagiert,
das wär fatal, wenn so etwas passiert.

So oder ähnliches ist häufig doch zu hören,
dass wir dadurch oft Hoffnungen zerstören,
kein Gedanke wird daran verschwendet,
es ist egal, wie so ein Leben endet.

Einen Aufschrei müßt´ es geben,
denn auch hier geht es um Menschenleben.
Gerade auch in schweren Zeiten
müssen wir auch sie begleiten.
ihnen helfen, sie unterstützen
und nicht zuerst fragen was sie uns nützen.
Sie sind es die durch´s Hilfenetz fallen,
Unterstützung sollte jedoch allen
zu Gute kommen, angedeihen,
vergesst sie nicht, schließt da die Reihen.
Nicht nur reden: „Wir schaffen das“!
Ein Zeichen setzen – tun wir was!

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