Zum Inhalt springen

Schlagwort: Cannabis

Eigenverantwortung zutrauen statt dämonisieren!

Der Redebeitrag von Elli Schwarz zur Hanfparade 2021

Fast die Hälfte, 47,2%, aller jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren in Deutschland, hat schon mal eine illegale Droge ausprobiert. Drogengebrauch passiert alltäglich. Das wissen wir alle. Nur unsere Regierung verdrängt diesen Fakt sehr gerne. Menschen werden so oder so nicht aufhören Drogen zu konsumieren, nur weil die Politik seit Jahrzehnten erfolglos versucht es zu verbieten! Prohibition ist nicht gesund; im Gegenteil: sie macht uns alle krank.

Denn Drogenkonsum umgibt uns alle und kann medizinisch essentiell z.B. zur Schmerztherapie sein. Ebenso kann er kulturell wertvoll sein und Menschen eine neue Perspektive einnehmen lassen. Und ob man den gewünschten Zustand durch ein Paar Gläser Wein oder einen Joint erreicht, sollte doch eigentlich niemanden außer die Gebraucher:innen etwas angehen, oder? 

Niemand ist uncool.

Der Redebeitrag von Philine Edbauer zur Hanfparade 2021

Cannabis wird seit 12.000 Jahren von Menschen kultiviert. Das globale Cannabis-​Verbot ist vor diesem Hintergrund undenkbar absurd. Es richtet seit 50 Jahren Schaden an, in Deutschland in Form des Betäubungsmittelgesetzes. Sowohl durch Geldstrafen, Führerscheinentzug, Haft, Arbeitsplatzverlust, Ausgrenzung, Polizeigewalt und lächerliche Präventionsarbeit, die Kindern eine Welt vorlügt, die es nicht gibt. Als auch Schäden unmittelbar für die Gesundheit, weil Menschen Schadstoffe mitkonsumieren und Menschen Medizin verwehrt wird. Das sind Menschenrechtsverletzungen. Die Polizei sollte nichts mit Cannabis zu tun haben, außer es vielleicht selbst genießen, um ein bisschen zu entspannen. Das Cannabis-​Verbot steht im Widerspruch zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, die Agenda 2030, zu der sich Deutschland explizit verpflichtet hat.

Cannabis muss legalisiert werden.

Was ist also konkret zu tun, um sinnvolle und faire gesetzliche Rahmenbedingungen zu etablieren?

Cannabis und internationale Drogenpolitik: Die 63. Sitzung der CND

Ein Überblick über die internationalen Prozesse drogenpolitischer Gesetzgebung und die anstehende Sitzung der Commission on Narcotic Drugs. Nils Biedermann hat seine Bachelorarbeit über Drogenpolitik auf UN-​Ebene geschrieben. Letztes Jahr hatte er durch eine Einladung von MAPS die Chance, bei der 62. Sitzung der Commisson on Narcotic Drugs teilzunehmen. In diesem Beitrag für #mybrainmychoice erklärt er, was CND-​Sitzungen eigentlich sind und was von der 63. Sitzung zur Cannabis-​Regulierung erwartet werden kann. 

Lesezeit: 5 Minuten

4. September: CannaBusiness und Cannabispolitik

Das Podiumsgespräch zum Nachhören: Hier klicken, um den Inhalt von Mixcloud anzuzeigen.Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Mixcloud. Inhalt von Mixcloud immer anzeigen Wir laden euch herzlich zur dritten #mybrainmychoice-​​Veranstaltung ein! Diesmal dreht sich alles um CannaBusiness und Cannabispolitik und wir freuen uns, zwei tolle Gäste zum Gespräch dabei zu haben! Lisa Haag ist Cannabis-​​Unternehmerin und engagiert sich im CannaFem-​​Network für die internationale Vernetzung von CannaBusiness-​​Unternehmerinnen und Aktivistinnen. Florian Schulze arbeitet seit 2009 als Referent für Gesundheitspolitik im Bundestag und ist seit 2012 auch für Drogenpolitik zuständig. Wir werden verschiedene Perspektiven auf Aspekte der Cannabis-​​Legalisierung am Beispiel Kanada zusammenbringen und darüber diskutieren, was man sich für die deutsche Cannabispolitik (nicht) abschauen sollte und welche Schritte in den nächsten Jahren realisierbar scheinen. Ende Juni wurde in Kanada eine Cannabis-​​Legalisierung beschlossen, die im Oktober in Kraft treten wird. Der Besitz bis zu 30g getrocknetes und 4 Pflanzen zum Eigenbedarf wurden entkriminalisiert, Anbau und Handel wurden reguliert. (Mit Variationen in den Provinzen und Territorien.) Mehr dazu: thestar​.com/​n​e​w​s​/​c​a​n​n​a​b​i​s​/​2​0​1​8​/​0​7​/​2​1​/​a​s​–​c​a​n​n​a​b​i​s​–​l​e​g​a​l​i​z​a​t​i​o​n​–​l​o​o​m​s​–​w​e​–​a​n​s​w​e​r​–​y​o​u​r​–​b​u​r​n​i​n​g​–​q​u​e​s​t​i​o​n​s​–​a​b​o​u​t​–​w​e​e​d​.​h​tml focus​.de/​f​i​n​a​n​z​e​n​/​b​o​e​r​s​e​/​a​l​l​e​s​–​w​a​s​–​d​u​–​u​e​b​e​r​–​d​i​e​–​l​e​g​a​l​i​s​i​e​r​u​n​g​–​v​o​n​–​c​a​n​n​a​b​i​s​–​i​n​–​k​a​n​a​d​a​–​w​i​s​s​e​n​–​m​u​s​s​t​_​i​d​_​9​2​0​1​8​5​1​.​h​tml Ankommen ab 19:30 Uhr Beginn: 20:00 Uhr Ende: ca. 22:00 Uhr Eintritt frei Ort: Vétomat, Wühlischstraße 42, Berlin-​Friedrichshain Kalte Getränke gibt es dort an der Bar. Zur Facebook-Veranstaltung

Interview mit Sebastian über Psychosen und Leistungsdruck

Sebastian* ist 28 und studiert in Berlin. Seit er 20 war, lies er sich wiederkehrend durch medikamentöse Therapien behandeln. Für 3 Monate hielt er sich in einer Klinik auf und lebte danach in einer therapeutischen WG. Es wurde eine sogenannte drogeninduzierte Psychose** diagnostiziert, die durch langjährigen und intensiven Cannabis- und Alkohol-​Konsum in seiner Jugend – in Verbindung mit Leistungsdruck und Ängsten – ausgelöst worden sei.