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#MYBRAINMYCHOICE Beiträge

20 Grundsätze für eine sozial gerechte Legalisierung

Basierend auf den ersten Erfahrungen in verschiedenen Ländern der Welt und Staaten der USA hat der internationale drogenpolitische Dachverband idpc ein Booklet zur verantwortungsvollen Cannabis-​​Regulierung herausgegeben. Die 20 Grundsätze bieten einen Rahmen für die Gestaltung eines sozial gerechten Gesetzes. Im folgenden findest du/​​finden Sie die deutschsprachige Übersetzung als PDF und Textversion. Die englische und spanische Version der Kurzfassung sowie den ausführlichen Bericht (EN) findest du/​​finden Sie hier auf der Website des idpc. Zum Mitdiskutieren: Der…

Portugals Entkriminalisierung von Drogen

Die folgenden Videos geben einen guten Einblick in die portugiesische Drogenpolitik. 2001 wurden der Konsum und Besitz von Drogen aus dem Strafgesetzbuch genommen und werden seitdem als Ordnungswidrigkeit behandelt. Im internationalen Vergleich war und ist dies eine beachtenswerte Abkehr vom System der Strafverfolgung und wird aufgrund seiner Erfolge in der Senkung der Todeszahlen und Abhängigkeitserkrankungen als Vorbild zitiert.  Was man aber auch von Portugal lernen sollte: Als Ordnungswidrigkeit bleibt die Legitimation von Kontrolle und Übergriffen…

Drogen“ – Ein Gedicht von Beate Stör

Drogen hat´s auf dieser Welt immer schon gegeben. Teils bereichern, teils zerstören sie Leben. Es kommt halt eben darauf an, wo man sie erstehen kann. Manche sind seit ew´gen Zeiten fest im Alltag integriert Kein Mensch der Böses dabei denkt, dass man sie konsumiert. Die anderen Arten allemal Sind bei uns eben illegal. Folglich sind deren Konsumenten schlecht, denn bei uns entscheidet dies das „Recht“. Gesellschaftlich fällt ins Gewicht was erlaubt ist oder nicht. Abgestempelt wird da rasch,…

Wenn Putin Selenskyj „drogensüchtig“ nennt, sollten wir das nicht überhören

Ein Beitrag von Matthew Wilson, aus dem Englischen übersetzt von Philine Edbauer und Julian Roux Der Artikel ist zuerst am 2.5.22 im Filter Magazine erschienen. Danke für die Freigabe zur Übersetzung und das Vertrauen! Das Online-​​Magazin befasst sich aus dem Blickwinkel der Harm Reduction mit Drogengebrauch, Drogenpolitik und Menschenrechten. Du findest es auch auf Facebook und Twitter – und abonniere ihren Newsletter. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat zwei Monate nach der Invasion bereits Zehntausende…

Nagaenthran K. Dharmalingam: Todesstrafe im Namen der „Drogenbekämpfung“

Nagaenthran K. Dharmalingam wurde nach zwölf Jahren im Todestrakt gehängt. Fast alle, denen eine Hinrichtung droht, sind wegen Drogendelikten inhaftiert.“ – Philine Edbauer (#mybrainmychoice Initiative) hat zusammen mit Leona Pröpper (Watch Indonesia e.V.) einen Artikel über die Todesstrafe und Drogengesetze in Singapur für die Jungle World geschrieben. Ein Ausschnitt: „Ab einer Menge von 15 Gramm schreibt das Gesetz die Todesstrafe vor. Seine Mutter Panchalai Supermaniam und seine Geschwister hatten bis zum letzten Tag versucht, die…

Memorandum: Das Stigma von Suchterkrankungen verstehen und überwinden

2016/​​2017 hat eine Gruppe aus Fachleuten der Suchtforschung und anderen Disziplinen sowie Praktiker*innen der Suchthilfe ein Memorandum erarbeitet. Es schildert die Problematiken der Stigmatisierung von Sucht und gibt Kolleg*innen sowie der Politik Handlungsempfehlungen, um diese zu beheben. Die Autor*innen des Memorandums werden am Ende der Seite vorgestellt. Die #mybrainmychoice Initiative war nicht an der Entstehung des Memorandums beteiligt. Wir verwenden es jedoch als eine der fachlichen Grundlagen für unser Projekt zur Entstigmatisierung von Sucht (folgt…

Warum Deutschland Drug Checking braucht

Ein Beitrag zum International Drug Checking Day von Philine Edbauer

Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag vereinbart, dass „Modelle zum Drugchecking und Maßnahmen der Schadensminderung [ermöglicht und ausgebaut werden]“ (Seite 87). Drug Checking ist zwar nicht illegal, aber befindet sich in einer Grauzone. Mit gutem Willen können die Bundesländer Lösungen finden. Thüringen macht es in kleinem Umfang vor. Berlin befindet sich in der Vorbereitung eines Stadt-​umfassenden Projekts (das mitunter deswegen seit ein paar Jahren sensibel für einige Verzögerungen ist). 

Drug Checking ist meist mit dem Party- und Festivalkontext assoziiert, aber grundsätzlich bezeichnet es einen Service für die Gebraucher:innen aller illegalisierter Drogen und funktioniert im Kern so: Konsumierende bringen die illegal erworbenen Substanzen zu mobilen oder stationären Laboren und erfahren im Gespräch mit Fachleuten aus dem Bereich der Drogenhilfe, was in den Substanzen enthalten ist und in welcher Dosis. Die Ergebnisse werden außerdem an Gesundheitsämter und Kliniken übermittelt, die so besser auf Notfälle reagieren können sowie an Initiativen weitergegeben, die Pillenwarnungen verbreiten.

Heute ist der International Drug Checking Day, der auf die dringende Notwendigkeit dieser Maßnahme aufmerksam machen soll. Warum es erstrebenswert ist, Drug Checking in allen Bundesländern einzuführen und die Hindernisse auf Bundesebene aufzuheben, zeigen die folgende 7 Gründe. Im Anschluss wird auf häufige Bedenken eingegangen.

Zu Gast im SWR1: Drogengebrauch, Schmerzen und Legalisierung QUELLEN

Philine Edbauer im Gespräch mit Wolfgang Heim beim SWR1 in der Sendung „Erzähl mir was Neues“, 16.3.2022 (Audio in allen Podcast-​​Apps und Video) „Bei Erzähl mir was Neues unterhalten sich Philine Edbauer und Wolfgang Heim über den Mythos der Einstiegsdroge, wie Eltern mit ihren Kindern über Drogen sprechen können und welche Drogen sie beide schon ausprobiert haben.“ – Aus der Ankündigung des SWR1 Inhalt von YouTube anzeigen Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.  Erfahre…