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Kategorie: Internationale Verträge & globale Drogenkontrolle

Die internationalen Verträgen geben den Mitgliedsstaaten zwar seit den 60ern die Prohibition einiger psychoaktiver Substanzen vor. Die Norm des Drogenverbots bröckelt jedoch seit ein paar Jahren. Die verheerenden Schäden des globalen Drogenkriegs sind inzwischen unübersehbar, wenngleich die meistens Mitgliedsstaaten weiter am Grundsatz der Drogenbekämpfung festhalten und höchstens Ausnahmen gestatten (bspw. die deutsche Teillegalisierung von Cannabis 2024 oder die Herabstufung der Strafen auf Eigenbedarf-​Mengen in Portugal 2001).

Die spätestens seit der UN-​Vollversammlung (UNGASS) im Jahr 2016 lauter werdenden Appelle von Mitgliedsstaaten wie Kolumbien und der UN-Menschenrechts-Expert*innen an die Staatengemeinschaft mit der Forderung nach einem drigenden Ende des Verbots-​Regimes bringen die Debatte um die Probleme der Drogenkontroll-​Verträge und Lösungen (u.a. die bedachte legale Marktregulierungen durch die Mitgliedsländer ohne drohende Sanktionen durch die UN) aktuell weiter voran.

Twitter-​Bot: Views on Drugs

July, 2023: Update 👋 Farewell, dear followers! @ViewsOnDrugsBot says adios. 😔 Unfortunately, its TwitterAPI access has been revoked, making the bot for now inactive. Lebt wohl, liebe Follower! @ViewsOnDrugsBot sagt adios. 😔 Leider wurde sein Twitter API-​​Zugang widerrufen, so dass der Bot vorerst inaktiv ist. This was an exciting networking experiment that let us know from other projects around the…

Todesstrafe im Namen der „Drogenbekämpfung“

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.“ – Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 Michael Kleim ist Theologe, Pfarrer der evangelisch-​​lutherischen Kirchengemeinde in Gera und Mitglied des drogenpolitischen Expert:innen-Netzwerkes Schildower Kreis. Seit vielen Jahren engagiert er sich für die Abschaffung der Todesstrafe. Nachdem er in der DDR-​​Opposition aktiv war – die…

International Overdose Awareness Day 2020

Der 31. August ist international als Overdose Awareness Day anerkannt, um den Menschen zu gedenken, die durch eine Überdosierung illegaler Drogen gestorben sind. Auch in Deutschland sterben jedes Jahr viele Menschen im Zusammenhang mit illegalem Drogengebrauch: 2019 waren es 1.398 Todesfälle – ein Anstieg von fast 10% zum Vorjahr – wobei Opioid-​​Überdosierungen der häufigste Grund sind. [2020 stieg die Zahl…

How we talk about drugs and why it matters

An interview with criminologist Liviu Alexandrescu
Zur deutschen Übersetzung

#mybrainmychoice: Why is the analysis of media coverage on drug users a relevant research topic?

Liviu Alexandrescu: As we can see well and beyond the scope of drug policy, how public discourse frames various events and conditions unfolding in the news cycle has consequences in terms of how the social issues framing them are eventually dealt with. This obviously matters for all manner of political and philosophical reasons relating to any democratic society’s responsibility to look after its most vulnerable. But even more so when it comes down to groups such as those deemed to be ‘problematic substance users’, who tend to be exposed to other vulnerabilities and forms of marginalization pertaining to low socio-​economic status, racist policing and so on.

These have been groups historically stigmatized and subjected to various forms of symbolic* and physical violence under the guise of the ‘war on drugs’ and prohibitionist drug laws, by governments, law enforcement and civil populations, often in complicity. Criminological research should aim to understand, as well as counteract the cultural mechanisms and persisting stigma that oftentimes legitimise the abuse they face.

Drogenpolitischer Fortschritt bei der UN? Ergebnisse der CND-​Sitzung und progressive Töne beim INCB

Anfang März fand die 63. Sitzung der UN-​Suchtstoffkommission (CND, Commission on Narcotic Drugs) statt. Die Beschlussfassung zu den Empfehlungen der WHO zur Cannabis-​Reklassifizierung wurde zwar vertagt, aber es haben sich auch einige interessante Dinge ereignet, die immerhin einen fortschrittlichen Eindruck machen. Mit diesem Beitrag schließt Nils Biedermann an seinen Artikel „Cannabis und Internationale Drogenpolitik: Die 63. Sitzung der CND“ über Drogenpolitik auf UN-​Level an, in dem er einen Überblick über die CND und ihre Abläufe gegeben hat.

Lesezeit: 7 Minuten

Cannabis und internationale Drogenpolitik: Die 63. Sitzung der CND

Ein Überblick über die internationalen Prozesse drogenpolitischer Gesetzgebung und die anstehende Sitzung der Commission on Narcotic Drugs. Nils Biedermann hat seine Bachelorarbeit über Drogenpolitik auf UN-​Ebene geschrieben. Letztes Jahr hatte er durch eine Einladung von MAPS die Chance, bei der 62. Sitzung der Commisson on Narcotic Drugs teilzunehmen. In diesem Beitrag für #mybrainmychoice erklärt er, was CND-​Sitzungen eigentlich sind und was von der 63. Sitzung zur Cannabis-​Regulierung erwartet werden kann.

Lesezeit: 5 Minuten