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#mybrainmychoice Initiative für Selbstbestimmung, legale Regulierung und das Ende des Drogenkriegs

Die #mybrainmychoice Initiative fördert Gespräche über Themen rund um Konsum, Produktion und Handel aller psychoaktiven Substanzen. Die Blog-​Beiträge und unsere Veranstaltungen sollen die öffentliche Diskussion um die Gestaltung einer wünschenswerten Drogenpolitik anregen. In der Auseinandersetzung mit dem Wie geht es nicht nur um Gesetze, sondern auch darum, welche gesellschaftlichen Bewegungen wir unterstützen sollten. Zum Beispiel, um der Stigmatisierung von Menschen als süchtig, krank oder nutzlos entgegenzuwirken.

Weil das Thema Drogenkonsum weitgehend als Tabu behandelt wird und der Konsum illegalisierter Substanzen aufgrund der Strafbarkeit und zu erwartenden Stigmatisierung im Verborgenen stattfinden muss, belastet er Konsumierende. Der Konsum diverser Drogen gehört jedoch seit jeher zur Menschheit dazu, wogegen die derzeitige global verbreitete Prohibition bestimmter Substanzen historisch jung ist.

Dem Versagen der deutschen Drogenpolitik muss endlich mit der Anerkennung wissenschaftlicher Erkenntnisse und der sozialen Realität begegnet werden. Tod und Leid durch Drogenkonsum sind mit einer richtigen Drogenpolitik vermeidbar. Wir fordern die Verantwortlichen der Bundesregierung auf, eine transdisziplinäre und unabhängige Kommission mit der Erstellung eines Konzepts für eine zeitgemäße Drogenpolitik zu beauftragen.


Philine Edbauer und Julia Meisner haben #mybrainmychoice 2017 als ehrenamtliche Initiative ins Leben gerufen. Philine beschäftigt sich in ihrem Masterstudium mit staatlicher Gewalt im Namen der Drogenbekämpfung und Julia arbeitet für Projekte an der Schnittstelle von technologischem und gesellschaftlichem Wandel.